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| Donnerstag, 21.Februar. @ 14:31:41 GMT
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Tip #18 - Rafe Furst - Du willst also Profi werden
Am Final Table der diesjährigen World Series of Poker war das größte Thema, dass es nur einen Pro am Tisch gab: Mike Matusow. Wir haben außerdem gelernt, dass der diesjährige Sieger, Jaseph Hachem, seine 13-jährige Chiropraktiker Karriere zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 3 Jahren aufgegeben hat um von Poker zu leben. Die anderen sieben Spieler am Final Table haben darüber hinaus jeweils über eine Millionen Dollar gewonnen. Man kann fest davon ausgehen, dass sich ein paar von ihnen nun auch als professionelle Poker-Spieler betrachten. Doch was bedeutet das genau?
Drei Mythen über professionelle Poker-Spieler...
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Mythos #1: Entweder bin ich ein Pro oder nicht
Stell dir folgende Spieler vor. Wer ist ein Profi und wer nur Amateur?
Adam
Adam fährt Voll-Zeit die Turnierschiene. Mal ist er mehrere Tausend im Plus, und im nächsten Monat ist er pleite. Er leiht sich ständig Geld von seinen befreundeten Poker-Spielern. Er hat kein Leben außerhalb der Poker-Welt und denkt ständig: ?Ich wünschte ich hätte die Fähigkeiten und Erfahrungen um einen normalen Job zu kriegen.?
Betty
Tagsüber ist Betty eine Steuerberaterin und verdient ca. 50.000 $ pro Jahr. Sie spielt Poker in ihrer Freizeit. In manchen Jahren, verdient sie 20.000 $ mit Poker, in manchen Jahren können es auch mal 100.000 $ sein. Sie hat kaum ein Verlust-Jahr.
Charlie
Charlie hat vor einem Jahr angefangen mit Poker und bei seinem ersten Turnier teilgenommen ? dem prestigeträchtigen ?WPT London ? und er Gewann es mit viel Flair und zur Schaustellung. Er gewann 500.000 $ und war in vielen TV Events. Er blies 350.000 $ in den Wind innerhalb der nächsten 11 Monate in dem er an jedem großen Event teilnahm ohne je ?In the money? zu kommen. Dank eines fetten Sponsoring durch eine Website sowie einer Bier-Firma, hat immer noch eine Bankroll die ihm jeweils eine Millionen Dollar pro Jahr garantiert die nächsten drei Jahre. Dafür muss er nur weiter an jedem Major Tournament teilnehmen und ihre Produkte anpreisen.
Debbie
Debbie hat eine Bankroll von 500.000 $. Sie gewinnt (oder verliert) ca. -50.000 $ bis 200.000 $ pro Jahr. Ihre tägliche Spielzeit unterliegt ist sehr schwankend. Diese Spielzeit hängt davon ab, wie viele gute Spiele sich anbieten, seien sie Offline, Online oder im Turnier-Bereich. Sie reist in ferne Länder wann immer ihr danach ist und plant sich niederzulassen und eine Familie zu gründen. Eines Tages. Aber nicht im Moment.
Eddie
Eddie spielt nur online. Er stellt jeden Tag die Uhr und spielt exakt acht Stunden pro Tag, an fünf Tagen in der Woche, an vier Tischen gleichzeit und niemals höher als 5$/10$ Limit Hold?em. Er verdient erstaunlich konstante 100$ pro Stunde, fährt mit seiner Familie zwei mal im Jahr in den Urlaub, spielt Tennis und geht gerne am Wochenende in die Oper.
Mythos #2: Ich wäre so viel glücklicher wenn ich einfach den ganzen Tag Poker spielen könnte.
WAHR: Es macht Spaß, jeden Tag ein bis zwei Stunden zu spielen.
ABER: Es macht möglicherweise weniger Spaß den ganzen Tag zu spielen wenn alle anderen Interessen, sowie Famillie und Freunde darunter leiden.
WARH: Es ist stressfrei und unterhaltsam Poker nur als Hobby zu betreiben.
ABER: Es könnte verdammt stressig sein, wenn du jeden Monat auf Ganze zu gehen nur um die Rechnungen zu zahlen.
WAHR: Die Gewinner der großen Turniere im Fernsehen leben wie Rock Stars.
ABER: Was ist mit den anderen 99 % der Spieler die du nicht siehst, die alle nach diesem Traum wetteifern.
Mythos #3: Ich brauche keine große Bankroll um ein Profi zu sein
Sie dir die Liste der amtierenden Weltmeister an, die es in einem ganzen Jahr nicht geschafft haben, an irgendeinen Final Table eines Großevents zu gelangen. Im moment dieses Schreibens, kostet es ca. 500.000 $ um an allen großen Turnieren des Jahres teilzunehmen.
Frage deinen Lieblingsspieler, wie oft er oder sie in ihrem Leben pleite war oder wie oft er von einem großen Kredit von einem seiner guten Freunde abhängig war.
Poker ist ein großartiges Spiel; es bringt unglaublich viel Spaß und es war noch nie so profitabel wie Heute. Aber versuche die Übersicht zu behalten.
Poker muss nicht dein Leben einnehmen. Du kannst eine Menge verändern indem du Poker spielst und das geht auch ohne auf alle anderen guten Dinge im Leben zu verzichten.
Finanziell, mental und sozial gesehen bist du wesentlich besser dran wenn du dafür sorgst, dass Poker in dein Leben passt und nicht anders rum.
Um noch mal auf die Spieler in der Einführung zurück zu kommen. Es ist sicher, dass Eddie ein Profi ist. Genauso klar ist es, dass Adam defnitiv keiner ist, auch wenn er selbst und die allgemeine Öffentlichkeit glaubt, er wäre ein Profi. Leute wie Adam gibt es wie Sand am Meer in der Pokerwelt. Du hast ihn und seinesgleichen schon viele male im Fernsehen gesehen. Was die anderen betrifft so weis ich nicht genau, ob sie Profis sind oder nicht aber ich hätte nichts dagegen in ihrer Haut zu stecken.
?Professionel? ist nur ein Wort. Ein professioneller Poker-Spieler zu sein ist nicht das gleiche wie ein erfolgreicher Poker-Spieler zu sein.
Und die Moral von der Geschichte: Du musst nicht professionell sein, um ein Poker-Champion zu sein.
Rafe Furst
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